Felix Tissi
Aus heiterem Himmel
Kinospielfilm von Felix Tissi und Dieter Fahrer | CH 1991



"Aus heiterem Himmel" schliesslich, nochmal fünf Alltagsepisoden des Schweizers Felix Tissi, die unmerklich so miteinander verflochten werden, dass unversehens eine prägnante Beschreibung der Lebensumstände nicht nur in der Schweiz entsteht - dem Perlenglanz solcher Fundstücke hatten die Deutschen bestenfalls Strass-Glitzern entgegenzusetzen.
Frankfurter Allgemeine


Besser als in "Aus heiterem Himmel" ist die Berner Szene noch nicht formuliert worden. Tissi hat eine bemerkenswerte Fähigkeit zur Erfindung von clownesken Figuren. Ein Dutzend stehen nun schon da in drei Filmen, deren Verbindlichkeit trotz des scheinbar unverbindlichen Tons auffällt. Unterschätzen kann man ihn nun wirklich nicht mehr.
Martin Schaub, WOZ


"D'un ciel bleu" confirme donc le talent cinématographique indéniable d'un metteur en scène.
Journal du Jura




"Aus heiterem Himmel" ist ein vielstimmiger und schwebender Film, eine sensible Choreographie des Alltäglichen. Erst zum Schluss verdichten sich die Handlungsfragmente. Raum und Zeit zwischen den Figuren fallen dahin, eine (filmische) Bewegung entsteht und trägt sie davon. Das ist der Moment, wo der Alltag ins Ungewöhnliche kippt. So entstehen Geschichten.
Die fünf Figuren gehören fortan zu Felix Tissis Familie der unangepassten Alltagskomiker und traurigen Stadtclowns, denen wir nicht nur auf der Strasse, sondern manchmal auch im Spiegel begegnen.
Fred Zaugg "Der Bund"


Felix Tissi misstraut den dramaturgischen Kurven, die eine Geschichte gemäss Schulbuch nehmen soll. Denn das Leben ist in seiner Abfolge, in seinen Wendungen anders gebaut als die über Jahrzehnte gewachsenen dramaturgischen Klischees, mit denen so viele Kinofilme unsere Sehgewohnheiten bauchpinseln. Wie schrieb doch Robert Bresson: "Die Intrige ist ein Trick der Romanciers." Felix Tissi durchbricht die Tricks der ausgetretenen Dramaturgien, um die Mechanik des Lebens sichtbar zu machen.
Den beiden Autoren Felix Tissi und Dieter Fahrer ist zusammen mit Felix Singer, der für die feingliedrige, detaillierte Tonspur verantwortlich zeichnet, ein Film geglückt, der das übliche Kinoerlebnis sprengt.
ZOOM


Wie schön Sprödigkeit sein kann, zeigen uns Felix Tissi und Dieter Fahrer in "Aus heiterem Himmel". Der Film hat durch pointenreiche Dialoge und die feine Zeichnung seiner Figuren die Melancholie und Tragikomik eines Mani-Matter-Liedes. Dazu kommt eine Dramaturgie des Zufalls, die Tissi dem Leben selbst abgeschaut hat.
Tages-Anzeiger


Der luftig leichte, witzig melancholische und beim Zuschauer lange nachklingende Dialektfilm wurde im Sommer 1991 mit einem kleinen Team, einem kleinen Budget und weitgehend mit Laiendarstellern in Bern gedreht. An den Internationalen Hofer Filmtagen wurde "Aus heiterem Himmel" als Entdeckung gefeiert und vom Publikum bejubelt. Begeisterte Kritiken erhielt der Film auch bei seiner Kinoauswertung.
TELE


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